Modellstudie zu Bürgerbeteiligung auf dem PV-Symposium 2026

06.03.2026 | Wie lassen sich stabile Erträge für Bürgerenergie auch bei schwankenden Strompreisen sichern? Erste Ergebnisse aus dem Projekt EBeRE zeigen, wie Photovoltaik, Speicher und neue Beteiligungsmodelle zusammenwirken können.

Wie können Bürgerinnen und Bürger auch in einem zunehmend volatilen Energiemarkt wirtschaftlich von der Energiewende profitieren?

Zu dieser Frage stellte EBeRE erste Ergebnisse einer Modellstudie auf dem 41. PV-Symposium vom 03. bis 05. März 2026 im Kloster Banz in Bad Staffelstein vor.

Das PV-Symposium gilt seit über 40 Jahren als wichtiges Branchentreffen der Photovoltaik, auf dem Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen diskutieren.

Als Vertreterin des Projektkonsortiums präsentierte Theresa Liegl, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Nachhaltige Energiesysteme der Hochschule München, Analysen zu einem Bürgerbeteiligungsmodell, das eine Photovoltaikanlage mit einem Batteriespeicher kombiniert.

Die Ergebnisse zeigen deutlich die Herausforderungen aktueller Marktbedingungen: Allein im Jahr 2024 wurden über 430 Stunden mit negativen Strompreisen verzeichnet. Solche Entwicklungen erhöhen den Druck auf klassische Geschäftsmodelle und machen neue Ansätze zur Stabilisierung von Einnahmen erforderlich.

Die Simulationen verdeutlichen zugleich das Potenzial integrierter Speicherlösungen. Durch den Einsatz eines Batteriespeichers kann der Eigenverbrauch deutlich gesteigert werden – je nach Haushaltstyp um bis zu 36 Prozent. Dadurch wird nicht nur die Nutzung des lokal erzeugten Stroms effizienter, sondern auch die wirtschaftliche Attraktivität von Beteiligungsmodellen verbessert.

Neben den technischen und wirtschaftlichen Aspekten wurde auch die Bedeutung regulatorischer Rahmenbedingungen hervorgehoben. Sie sind entscheidend dafür, ob und wie solche Modelle in die Praxis überführt werden können.

Die vorgestellten Ergebnisse liefern wichtige Impulse für die Weiterentwicklung resilienter, wirtschaftlich tragfähiger und bürgernaher Beteiligungsmodelle. Sie zeigen, wie Photovoltaik, Speicher und neue Tarifansätze zusammengedacht werden können, um die Energiewende vor Ort weiter voranzubringen.

Die vollständige Studie wird nach Abschluss des Peer-Review-Verfahrens open access veröffentlicht. (Link folgt)

Das PV-Symposium ist seit 40 Jahren der ideale Ort für Fachwissen und Vernetzung rund um die angewandte PV-Forschung und -Entwicklung. Auch in der 41. Ausgabe fokussiert sich das Programm auf die aktuellen technischen Entwicklungen, die regulatorischen und politischen Weichenstellungen sowie auf die Forschung und Entwicklung zur Planung, Montage und Anwendung. 

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Impressionen
Theresa Liegl, Institut für Nachhaltige Energiesysteme der Hochschule München, auf dem PV-Symposium 2026